Bezugssystem
Das Koordinatensystem, auf das alle Messwerte bezogen werden. Es wird zu Beginn festgelegt, etwa aus einer Maschinenhauptachse, einer Aufstellebene und einem Nullpunkt. Ohne eindeutiges Bezugssystem sind Messwerte Zahlen ohne Aussage — die Wahl des Bezugssystems entscheidet, was eine Abweichung überhaupt bedeutet.
Soll-Ist-Vergleich
Die Gegenüberstellung der gemessenen Geometrie mit der geforderten, etwa aus Zeichnung oder CAD-Modell. Ergebnis sind Abweichungen je Punkt oder Bauteil, aus denen sich Korrekturwerte ableiten lassen — also die Angabe, um wie viel und in welche Richtung etwas zu bewegen ist.
Best-Fit
Ein Rechenverfahren, das eine gemessene Punktwolke bestmöglich in eine Sollgeometrie einpasst, sodass die verbleibenden Abweichungen möglichst klein und gleichmäßig verteilt sind. Nützlich, wenn nicht eine einzelne Fläche maßgeblich ist, sondern das Bauteil als Ganzes beurteilt werden soll.
Netzausgleich und Standpunktwechsel
Große Anlagen lassen sich selten von einem Standpunkt aus vollständig erfassen. Der Tracker wird versetzt und über gemeinsame Bezugspunkte wieder in dasselbe Koordinatensystem eingebunden. Der Netzausgleich verteilt die dabei entstehenden Restwidersprüche rechnerisch und macht sichtbar, wie belastbar die Verkettung ist.
Messprotokoll
Die nachvollziehbare Dokumentation einer Messung: Bezugssystem, Messmittel, Umgebungsbedingungen, gemessene Werte, Abweichungen und Korrekturwerte. Es ist das Dokument, mit dem sich gegenüber Lieferant, Bauherr oder Prüfstelle argumentieren lässt — und die Grundlage jeder späteren Wiederholungsmessung.
Bestandsaufnahme (As-built)
Die Erfassung des tatsächlich gebauten Zustands einer Anlage — im Gegensatz zum geplanten. Sie ist Grundlage für Umbauten, Nachrüstungen und Verlagerungen, weil gewachsene Anlagen fast nie den Bestandszeichnungen entsprechen.